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Das M will ein Ende!

März 10th, 2010

Ich ertrag es langsam nichtmehr. Winter, Kälte, Dreck. Ich vermisse den Frühling!

Man verlässt das abgedunkelte Schlafzimmer und wankt schlaftrunken Augen- und phallustat-reibend, an der unaufgeräumten Küche vorbei, ins Wohnzimmer und findet dort:

Einen komplett sonnengefluteten Raum! Im Kopf schütten sich sogleich Hormone aus, als würde neben einem Simon & Garfunkel (mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin) “Bright Eyes” intonieren. Live! Epochal. Und hey! Habe ich garnicht gesehen: Dahinten bei Ecki steht noch ein 20köpfiger Gospelchor. In diesem sonnengefluteten Wohnzimmer meiner Wohnung. Und man denkt “Heute!” *schnipp* “Heute nehme ich es mit dem Tag auf, heute ist die Sonne, der Frühling, die Gerüche, die Luft wieder da. Ich spüre die Energien in mir aufsteigen. Heute wird ein großer Tag, denn die Sonne scheint!” Denn …

Während der Wintermonate war da keine Sonne, keine Gerüche, keine Energie. Nur Schlaftrunkenheit, Augen- und phallustat-reibende Aufsteh-Rituale. Auch phallustat-reibende ins-Bett-geh-Rituale, aber das ist eine andere, traurige Geschichte. Hier geht’s ums aufstehen: getup,youarealive.nobodywantsyoutosmile,butjust,getup!
Man klammerte sich, in Decken gehüllt, an einer verrosteten und verbeulten Blechtasse fest, die widerum eine fade Flüssigkeit festhielt deren entfernter Verwandter irgendwann mal sowas wie einen Kaffee auf der Strasse getroffen hatte, ihn tötete, und nun dessen Identität angenommen hat. Egal, warm! Damit in den ersten Stunden des Tages keine wichtigen Körperfunktionen ausfallen oder Teile erfrieren.

Man motivierte sich. Schleppte sich lethargisch zu einem Supermarkt, kaufte lethargisch irgendwelche Dinge, die zu irgendeinem Rezept gehörten was man im fahlen Kerzenlicht an seinem verrosteten (verbeulten) Computer lethargisch ausgewählt hatte, um das “Mahl des Abends” zu werden. Sollte ein Highlight werden. Sollte immer ein Highlight werden. Man schleppte sich vom Einkauf zurück und als es so 16/17 Uhr wurde, wurde es auch wieder dunkel und man rührte ebenso lethargisch dieses Mahl in einem verrosteten, verbeulten Kochtopf an und verspeiste es wie man es erstanden und zubereitet hatte: Lethargisch, ohne die Miene zu verziehen, in fahlem Licht.

Aber nun, in diesem sonnengefluteten Raum ist es plötzlich wie in einem Traum eines fernen Utopia. Draussen ranken schlanke Türme wie Eifenbeinstosszähne ihr Haupt gen Himmel und durchstossen sanft mit ihren Spitzen zarte Quellwölkchen. Autos fliegen, Menschen lieben, keine Kriege drohen, es gibt kein Verrohen.
Ich habe mir, ob der doch nicht geringen wie überraschenden Population in meinem Wohnzimmer schnell einen Morgenmantel übergestreift und das phallaustat-reiben eingestellt.
Meine Hände weit von mit gestreckt, mit den Armen rudernd, bewege ich mich leichtfüssig-tänzelnd in Norweger-Socken auf die Gospelgruppe zu und rufe immer wieder: “Praise da Lord! Praise da Lord!” … da verstummen plötzlich Simon & Garfunkel, 75 Sinphonie-Musiker sowie 20 Gospelsänger. Und es setzt “Here comes the Sun” von den Beatles ein. Gesungen von den Beatles, die live,pilzköpfig, kopfnickend, enghosig neben meinem Fernseher spielen. Sun … Sun … Sun, here we come. Und ich mitten drin. Als wir 5  gerade ins Yellow Submarine steigen wollen, habe mir schon die Ärmel meines Morgenmantels für die harte Arbeit im LSD-getriebenen Maschinenraum  hochgekrempelt, als sich John zu mir wendet: “M, the sun shines, it’s shining just for you. Get a recipe from that thing you people nowadays call ‘the internet’, go shopping and present yourself and the one that you love that ‘meal of the day’.” und schliesst mit den Worten “Imagine … all the Recipes!” die Luke. Wie das Yellow Submarine kam, es brach durch meinen Wohnzimmerboden, so verschwindet es auch wieder mit ihnen und ohne mich: Durch meinen Wohnzimmerboden. Die Laminatdecke schliesst sich wie frisch verlegt und ich muss Simon & Garfunkel (Et Entourage) mit überfuchtigen Handschläge verabschieden, so habe ich keine Zeit darüber nachzudenken das das Yellow Submarine durch meinen Wohnzimmerboden abgetaucht ist … in das Schlafzimmer meiner Vermieterin. “Ach egal“… denke ich, die Sonne scheint.
Ich mache mich also fast fiebrig daran ein geeignetes Rezept zu finden. Oder ich schwitze nur, weil mir Sonne auf die Haut fällt. Bin’s nicht gewohnt, ich weiss es nicht. Voller Tatendrang ist die Einkaufliste schnell geschrieben. Nebenbei schreibe ich mit dem Fuss (Frida) noch eine Liste was ich heute noch alles machen will. Dopamin und Endorhin liefern sich eine blutige Schlacht um meiner Selbst und die verbleibenden Stunden des Tages. Haus pflanzen, Baum bauen, Freundin kriegen, Kind heiraten. Ne, stop. Wer bin ich? Woddy Allen? Ich schaue an mir runter … Norweger Socken, Morgenmantel, ich schreibe manisch und schwitze? Oh mein Gott, ich könnte wirklich Woddy Allen sein!
Eine Klappe in meinem LCD-Fernseher geht auf (das geht?) und John Lennon ermahnt mich: “M!
Ich atme durch und betrachte was ich bisher auf meinen Einkaufszettel geschrieben habe … here comes the sun. It’s alright! Herrlich. Also schnell runter mit den verlotterten Klamotten. Morgenmantel und Norwegersocken vom Körper abplatzen lassen und rein in die Frühlingskollektion. Samt der neuen Zauberschuhe die ich zu Weihnachten bekam. Danke mein Herz und auch danke John. Danke Sonne.
Stürze die zwei Stockwerkstreppen runter wie jemand der in die Schule will, aber noch nie da war. Ich reisse die Tür auf und will gerade den Tag mit einen “Heureka! Jetzt hab ich’s!” begrüssen, da gerfriert mein Körper. Gibt ein leises *krkchz* von sich, als er langsam vorne über sinkt, fällt, und am Treppenabsatz meiner Hauseingangstür in unzählige Stücke mit einem lauten Klirren zerspringt.

Als ich da zerschmettert in tausenden Teilen liege, denke ich: “Scheisse, immernoch Winter. Ich will Frühling!

Das M

Post Scriptum: Danke mein Herz, die Schuhe sind Zauberschuhe,  jeden Tag!

Abspann: Sorry Manu, sollte ein Kommentar bei dir werden. Aber ich glaube die Nummer ist besser hier aufgehoben.

Das M trinkt …

März 3rd, 2010

Wie jovel ist das denn bitte?

6 o'dufflabel o'duffbottle o'duff

In ner Stunde wird gekostet. Skål!

Update: Hmmm … Duff! Wenig überraschend handelt es sich bei Duff um ein stilechtes Lager. Süffig. Wer Lager mag, mag Duff. Dem deutschen Gaumen, verwöhnt durch eher herbes, mag das ein wenig zu fad oder zu wässrig daher kommen. Wer aber, wie ich auch gerne mal, neben Veltins, Astra oder Flens, zu einem Kölsch (oder auch einem Foster’s) greift, kann es gerne mal mit Duff versuchen.
Hmmm … tasty Duff.

Das M

Das M öffnet alle Ventile …

Februar 26th, 2010

Aus den ZDF-Tagesthemen:

… der italienische Zivilschutz versucht nun mit Sperren zu verhindern, dass das Öl in den Po gelangt.

Diese Meldung war mir das Öffnen der Ventile in einer Nacht- und Nebelaktion bei Monza echt wert!

Da M

Februar 24th, 2010

Tränen gelacht und lache noch | more @ comixed.com

Ansonsten: Go, Christoph, Go for the golden Boy. Ich werde die Nacht am 7ten März mitfiebern.

Das M

Das M ist niemand der einem anderen den Tod wünscht, aber …

Februar 24th, 2010

… mehreren tausend Menschen wird dies sicher ein unbestimmt-wohliges Gefühl bereiten. Und ich? Ich kann es ihnen nicht verdenken.

Nicht alle Anwälte müssen zwingend in der Hölle schmoren; laut dem katholischen Glauben nur die, die sich das Leben nehmen. Laut allen Geschädigten möglicherweise auch die, die ohne Gnade und ohne Skrupel in die Menge abmahnen.
Was mich betrifft? Ich bin niemand der einem anderen den Tod wünscht, aber…

Das M

Das M war mal 19

Februar 16th, 2010

Dies wird nur ein ganz verschwindend Kleiner, ein Bruchteil der Leserschaft verstehen:
Habe gerade festgestellt das ich dieses Jahr zum 18ten mal 19 geworden bin. Ich bin also als 19jähriger endlich volljährig.

As Time goes by, when you’re havin’ fun …

Das M dinniert über das Leben …

Februar 5th, 2010

Es gibt derzeit wahrlich wenig, wofür ich mich belohnen oder die Schulter klopfen würde. Ganz im Gegenteil.

Aber: “Der Mensch muss essen! Sonst stirbt er!“  Also wieso nicht was Gutes essen?

Ein Fest

Bei dem dargebotenen Mahl handelt es sich es sich um eine mit Honig benetzte Grillhaxe, angeschmortem Bohnengemüse, fixiert in einem Gürtel aus zart geräuchertem Speck und ersoffenen Knödeln (ich wusste nicht ob die wirklich tod sind) in …

… einer herrliche Soße aus Butter, Bratensatz und Kilkenny Beer. Den Kaiser unter den Soßen.

Kaiser Soße!

Das M hat gehört das die Scorpions sich auflösen …

Februar 5th, 2010

Danke!

Das M tötet Aggressor

Februar 4th, 2010

Thekla

Die erste Spinne des Jahres 2010. I fought the fauna and I won!

Das M (holds the line!)

Das M zitiert … Tyler Durden

Februar 4th, 2010

You met me at a very strange time in my life.

- “Tyler Durden” (imagined)